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Wir, die Fachschaft Erdkunde, bemühen uns um die Vermittlung der Ziele des Erdkundeunterrichts am Amplonius Gymnasium.
Doch was ist eigentlich Erdkunde?
Eine einheitliche Definition des Begriffes Erdkunde hat sich bis heute nicht durchgesetzt.
Nach Dierckes "Wörterbuch der Allgemeinen Geographie, Band 1" kann man jedoch, in Kombination mit anderen Definitionen,
das Fach Erdkunde wie folgt charakterisieren:
Die Geographie (auch Geografie, griechisch: γεωγρφια geographia) oder Erdkunde (Schulgeographie) ist die Wissenschaft,
die sich mit der Erde und ihrem Aufbau, mit den Erscheinungen der Erdoberfläche und der Wechselwirkung zwischen Erde und Mensch
beschäftigt. Die Geographie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Landschaften / Räumen zum heutigen Zustand hin, untersucht
die Einwirkungen des Menschen auf die Landschaften / Räume, stellt deren künftige Entwicklungstendenzen fest und entwirft (Alternativ-)
Szenarien. Sie beschäftigt sich u.a. mit den Ländern, Meeren, dem Klima, der wirtschaftlichen Nutzung der Erde sowie den sozialen,
kulturellen und politischen Entwicklungen der Menschen die auf ihr leben.
Für den Erdkundeunterricht am Gymnasium ergeben sich daraus u.a. folgende Aufgaben und Ziele:
- den SuS soll eine raumbezogene Handlungskompetenz vermittelt werden
- die SuS sollen die nahe und ferne räumliche Umwelt erfassen und fachstrukturell durchdringen, also fundiertes Wissen über Räume erlangen
- die SuS sollen selbstbestimmt und solidarisch an der Entwicklung und Bewahrung ihrer näheren und fernen Umwelt mitarbeiten
- die SuS sollen Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und dessen Auswirkungen auf einen Raum erkennen
- die SuS sollen die Wichtigkeit eines nachhaltigen Handels für die Umwelt erkennen
- die SuS sollen erlernen, mit verschiedenen Materialien umzugehen und diese miteinander in Verbindung zu bringen
- die SuS sollen Empathie für andere, schlechtere Lebensumstände entwickeln und deren Gründe erkennen um mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten
- Die SuS sollen eine vertiefte Allgemeinbildung, eine wissenschaftspropädeutische Grundbildung, die Studierfähigkeit und auch eine Berufswahlorientierung erhalten (Sek. II) (Vgl. Richtlinien Erdkunde Sek. II 1999, S 5ff)
Das Schulfach Erdkunde ist zwar dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zugeordnet, es weist aber auch inhaltliche und
methodische Elemente des naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes auf. Innerhalb des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes
hat der Erdkundeunterricht seine spezifische Bedeutung und Zuständigkeit im Zusammenhang mit dem raumbezogenen Handeln der Menschen
auf der Grundlage der Bezugswissenschaft Geographie.
Bei der Orientierung an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler wird der Raum als Dimension des menschlichen Lebens in
den Mittelpunkt gerückt. Leben auf der Erde ist immer auch Leben im Raum, der zugleich Bedingung und Ausdruck gesellschaftlichen
Handelns ist. |